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Opale Opalarten Der Gruppe der Opale umfasst eine ganze Reihe verschiedener Opal - Arten, denen eines gemeinsam ist: Sie schimmern und leuchten in fantasievoll ineinander fließendem Farbenspiel. Man spricht vom „Opalisieren“. Je nach Art, Fundort und Grundfarbe unterscheidet man zwischen:
Entstehung von Opal in Australien
Wasser sickert durch Spalten und Ritzen
von weicherem Gestein ( z.B. Kalk- u. Sandstein ) und reichert sich dabei
mit Kieselsäure an. Auf undurchlässigen Schichten sammeln sich
die Abscheidungen und das Wasser der Säure verdunstet. Langsam verwandelte sich das Silizium (Kieselsäure) in Opal, denn Opale sind nichts anderes als Kieselsäure und Wasser. Oder genauer: Opale sind ein Gel aus Kieselsäure mit variierenden Anteilen von Wasser. Farbenspiel Die Opalsubstanz ist eigentlich farblos und nur durch Spurenelemente gefärbt. Das besondere Farbenspiel des Opals beruht auf der Lichtbeugung an einem periodischen Raumgitter. D.h., wenn Licht auf die besondere Anordnung der Opalstruktur trifft, wird es in Spektralfarben gespalten. Die Farbzerlegung erfolgt durch die unterschiedlichen Kugelgrößen bzw. deren Zwischenräume. Zum Beispiel Kugeln mit 0,15 mü Durchmesser führen zum blauen Lichtspiel der Opale und Kugeln mit 0,3 mü Durchmesser führen zum roten Farbenspiel, das im Opal selten vorkommt.
Die Farbenpracht der Natur Die ganze Farbenpracht der Natur ist in der Vielfalt der Opale eingefangen: Feuer, Blitze, sämtliche Farben des Regenbogens und das Schimmern des Meeres. In manche Opale blickt man tief hinein, wie in ein Aquarium und sieht tief im Inneren des Steins das Farbenspiel. Fundorte
Australien der weltweit größte Produzent von Opal. Die restlichen Opale kommen aus Mexiko, Brasilien und einigen US-Staaten. Seit kurzem auch aus Äthiopien und im Mali in Westafrika. Legenden Viele Legenden umgeben diese schillernden Edelsteine, deren Entstehung in der Urzeit begann. In der Traumzeit geschah es, so erzählen Geschichten der australischen Ureinwohner, dass der Schöpfer auf einem Regenbogen auf die Erde kam, um den Menschen seine Botschaft des Friedens zu bringen. Dort, wo sein Fuß die Erde berührte, begannen die Steine zu leben und in allen Farben des Regenbogens zu leuchten. Die Geburtsstunde der Opale. Der Name Opal und seine Geschichte
Opale waren bis zur ersten Hälfte
des 19. Jahrhunderts eher selten. Doch dann stiegen sie zu einem der
beliebtesten Edelsteine auf. Die Entdeckung der Opale in Australien
Coober Peddy ist ein Wort aus der Sprache
der australischen Ureinwohner und bedeutet „Weißer Mann
im Loch“. Es beschreibt anschaulich die Suche nach den Opalen:
Die Opalgräber hausten zum Schutz vor der Hitze der Tage und der
kalten Nächte in tiefen Erdlöchern. Meistens arbeiteten sie
nur mit Hacke und Schippe. In Tiefen von 5 bis 40 Metern liegen die opalführenden Schichten, die auch heute noch abgebaut werden. Opale schleifen
Um das Farbespiel des Opals richtig zur Geltung zu bringen, werden die Steine zu Cabouchons oder in phantasievollen weich gewölbten Formen geschliffen, wobei man sich beim schleifen jeweils nach dem Rohstein – Material richten sollte. Der Schleifer entfernt mit Diamantsägen und der Diamantscheibe zuerst vorsichtig alle Unreinheiten bevor er die rohe Form heraus arbeitet. Danach kommen der Feinschliff mit Diamantscheiben in unterschiedlichen Körnungen und das abschließende Polieren mit ganz feinem Diamantpulver. „Rosinenbrot“
Leider ist das Brot aus Sandstein. Daher wird es zunächst mit einer großen Diamantsäge in dicke Scheiben aufgeschnitten, um zu sehen, wo die Opale sind. Die Edelsteine stecken leider kreuz und quer in den Scheiben, wodurch man sich beim schleifen äußerst vorsichtig herantasten muß. Denn schnell ist ein kostbarer Stein verschliffen. Opal – Tripletten und Doubletten Opal findet man oft in dünnen Schichten oder flache Linsen, größere Stücke sind selten. Lässt man eine dünne, aber tragende Schicht des harten Muttergesteins stehen, so erhält man die Vorstufe der heute vielfach in Serienschmuck verarbeiteten Opal-Doubletten. Das sind zusammengesetzte Edelsteine, deren Oberfläche aus extrem dünn geschliffenen Opal-Plättchen besteht, die auf Onyx oder schwarzes Kunstglas aufklebt werden. Tripletten sind eine Weiterentwicklung der Doublette. Hier ist die Opalschicht noch dünner und wird durch eine zusätzlich von oben aufgeklebte durchsichtige, gewölbte Schicht aus Bergkristall geschützt, die wie eine Lupe wirkt und den Effekt der dünnen Opalschicht verstärkt. Leider zersetzt sich der Kleber im Laufe der Zeit und das „Kunstwerk“ sieht dann nicht mehr wirklich schön aus. Dafür sind solche Konstrukte allerdings sehr preiswert zu haben. Opale lieben die Haut ihrer Trägerin
Bewertung von Opalen Wenn Edelsteinhändler von „Harlekin“,
„Kirchenfenster“ oder „Nadelfeuer“ sprechen,
unterhalten sie sich vermutlich über Opale. Schwarze Opale zeigen das brillanteste Farbenspiel überhaupt. Kristallopal, der auf der Bewertungsskala gleich nach dem schwarzen Opal kommt, sollte transparent mit einem tiefen Spiel der Farben sein. Weiße oder Milchopale zeigen ein mehr diffuses Farbenspiel und sind die erschwinglichste Opalart. Wichtigstes Kriterium für den Preis eines Opals ist das Farbenspiel, die dabei erscheinenden Farben und das Muster. Sehen Sie beim Durchblick die Farbe Rot, dann sind auch alle anderen Farben vertreten. Bei der Bewertung von Opal wird auch die Dicke der Opalschicht, die Schönheit der Zeichnungen und Muster, Schliff, Gewicht und Verarbeitung berücksichtigt. Letztlich entscheidet der Gesamteindruck des Edelsteins und das Verhältnis von Angebot und Nachfrage nach bestimmten Opalen, wie viel „Ihr“ Opal kosten soll. Wenn Sie einen wertvollen Opal kaufen wollen, suchen Sie den Rat eines erfahrenen Fachmanns, denn nur er kennt sicher die vielerlei Kriterien, von denen der Preis dieses Edelsteins abhängt. Als Opal versteinerte Fossilien
Diverse als Opal versteinerte Fossilien
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